Selasa, 15 November 2011

Rezept für Schokoladenfondant

Üblicherweise wird Schokoladenfondant durch das Verkneten von Schokoladen-Modelliermasse und Rollfondant hergestellt. Schokoladen-Modelliermasse entsteht, indem man 100 gr. Zartbitterkuvertüre vorsichtig verflüssigt und dann 50 gr. Glukose- oder Karamellsirup zugibt, diese Masse gut miteinander mischt und über Nacht erkalten läßt.
Anschließend muss diese nun sehr fest gewordene Masse weichgeknetet und mit 150 gr. Fondant verknetet werden... - alles in allem also eine sehr knetintensive Angelegenheit ;-)


Nach vielen Testläufen, die teilweise schon einige Jahre zurück liegen, hier nun mein Rezept für einen Schokoladenfondant mit Gelatine. Durch die Zugabe von Sahne (anstelle von Wasser) und Karamellsirup schmeckt dieser Schokoladenfondant fast wie Storcks Riesen...

Rezept Schokoladenfondant

  • 1 Pck. gemahlene Gelatine (9 gr.)
    (keine Sofortgelatine, kein Agar Agar)
  • 140 ml Sahne
  • 250 gr. Karamellsirup von Lidl oder
    heller Sirup von Grafschafter oder
    Glukosesirup aus einem Tortenshop
  • 50 gr. Palmin Soft
  • 2 TL Glycerin
  • 1/2 TL Salz
  • einige Tropfen Butter-/Vanille-Aroma
  • 900 gr. Puderzucker
  • 1 gestrichener TL CMC (evtl. weglassen)
  • 150 gr. Kakao (z.B. von Bensdorp
    oder Krüger, kein Nesquik o.ä.)

Die Sahne in ein Schüsselchen füllen, das Salz und die Gelatine einstreuen und ca. 5 min. quellen lassen. Zwischendurch kontrollieren, ob sich alles schön verteilt hat, falls nicht, gut umrühren.
Den Puderzucker (bis auf ca. 100 gr.), den Kakao und das CMC in die Schüssel einer Küchenmaschine abwiegen und mit einem Löffel gut vermischen. Den Rest des Puderzuckers auf die Arbeitsfläche schütten (ich benutze als Unterlage immer die Schneidunterlagen Drälla von Ikea...).
Den Karamellsirup in ein nicht zu kleines Gefäß füllen (es sollte später noch Platz für die Sahne-/Gelatine-Mischung sein...), das Palmin und das Aroma dazu geben und nach der Quellzeit zusammen mit der Sahne-Gelatine-Mischung ca. 5-6 min. in der Mikrowelle bei 180 Watt erwärmen. Die Sahne öfter umrühren und kontrollieren, ob sich die Gelatine auflöst. Die Mischung darf auf keinen Fall kochen! Falls nach 6 min. noch Gelatinekrümelchen zu erkennen sind, evtl. noch 2 Min. auf 90 Watt erwärmen.
Alternativ kann das Erwärmen und Auflösen natürlich auch im Wasserbad gemacht werden...
Die Sahnemischung in die Sirup-/Palmin-Mischung schütten, gut verrühren und zum Schluß das Glycerin dazu geben.
In das Puderzucker-Kakaogemisch eine kleine Kuhle machen, die warme Flüssigkeit reinschütten und mit dem Knethaken solange vermischen, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Die Masse aus der Schüssel auf den restlichen Puderzucker kratzen, die Hände mit etwas Palmin einfetten und den Puderzucker unter die Fondantmasse kneten. Wenn man darauf achtet, dass immer genügend Puderzucker zwischen den Händen und dem weichen Fondant ist, bleibt nichts an den Händen kleben ;-)
Wenn alles verknetet ist, den Fondant in einen von innen mit Palmin eingefetteten Frischhaltebeutel füllen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen. Anschließend gründlich durchkneten (Hände immer wieder mit etwas Palmin einfetten...) und ausrollen.
Dieser Fondant ist etwas brüchiger als der normale Rollfondant, deswegen dauert das Geschmeidigkneten länger als gewohnt und wird am Besten in 2 Etappen jeweils mit der Hälfte des Fondants durchgeführt.
Das CMC trägt zur Elastizität und Geschmeidigkeit bei, wenn man es wegläßt, braucht man viel Gefühl beim Eindecken der Torten... ;-)
Anfänger sollten am Besten erst Erfahrungen mit dem normalen Rollfondant-Rezept machen, dieser Fondant hier ist etwas schwieriger in der Verarbeitung.

Weil in diesem Fondant frische Sahne ist, sollte er erst kurz vor der Verwendung hergestellt oder bis zur Verwendung eingefroren werden. Außerdem muss er im Kühlschrank gelagert werden. Ich bewahre ihn nicht länger als 2-3 Tage im Kühlschrank auf...


Es geht übrigens bei der Herstellung von Rollfondant und Schokoladenfondant um diese Sirups... - gesehen und fotografiert bei Kaufland. Es muss also nicht immer teurer Glukosesirup aus einem Tortenshop sein ;-)

Ich hoffe, ihr kommt mit diesem Rezept zurecht und freue mich über euer Feedback!
Falls ihr das Rezept weitergebt (es gibt ja mittlerweile schon viele andere Torten-Blogs, die gerne Ideen von meinem Blog aufgreifen...), beachtet bitte das Copyright...


PS: Wer noch keine Erfahrung mit dem Herstellen von Rollfondant hat, liest sich bitte das Grundrezept für Rollfondant durch und liest auch alle Kommentare (ja, ich weiss, es sind viele...).

Minggu, 13 November 2011

Ja, ist denn schon Weihnachten? - Teil 2


Eine schöne Geschenkidee - nicht nur zu Weihnachten - sind diese gestrickten und anschließend gefilzten Zipfelmützen-Eierwärmer.
Mit dem Strickfilzen habe ich mich ja bereits an Taschen versucht und war vom Ergebnis immer begeistert. Weil ich von der Taschenwolle noch ziemlich viel übrig habe - ich bestelle bei sowas immer gerne en gros ;-) - sind diese Eierwärmer die perfekte Resteverwertung!


Jeder Eierwärmer ist anders, ich weiss gar nicht, welcher mir am Besten gefällt...












Bereits vor dem Filzen sahen die gestrickten Zipfelmützen klasse aus, aber nach dem Waschen bei 40° und Schleudern mit 800 Umdrehungen in der Waschmaschine sehen sie noch besser aus. Die Farbverläufe wurden noch schöner als in den frisch gestrickten Teilchen ;-)


Beim Stricken habe ich mich an die Anleitung von Birgit gehalten, die ihr auf ihrem Blog http://rosenduft-und-maschenzauber.blogspot.com/ (Rechte Spalte, etwas runtersrollen) finden könnt.
Eine weihnachtliche Abwandlung dieser Eierwärmer tüftele ich gerade aus, die stelle ich euch dann in einem eigenen Artikel vor :-)

Gehäkelte Eierwärmer gibt es übrigens bereits hier auf dem Blog: Bunte Hühner statt bunte Eier...
Wer besser häkeln als stricken kann, verschenkt vielleicht lieber Hühner als Zipfelmützen ;-)



PS: Die strickgefilzten Taschen findet ihr in diesem Artikel:
Von gross nach klein...
und eine Motivtorte zum Thema Huhn gibts dort:
Verrücktes Huhn


Senin, 07 November 2011

Leckere Teilchen zum St. Martins-Tag

Halloween mag ich ja gar nicht... - für mich heißt der 31. Oktober Reformationstag und ist seit nun 25 Jahren der Hochzeitstag von meinem Schatz und mir :-)
Ein schönes Fest im Herbst ist aber der St. Martins-Tag, der am 11. November gefeiert wird: Die bunten Laternen während des Laternenumzugs, geheimnisvolle Dunkelheit und die Legende vom Mann, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte - das gefällt mir!

Besonders lecker sind die Hefegebäcke, die während eines solchen Umzugs verteilt werden oder die man zu der Zeit in Bäckereien kaufen kann.


Versucht habe ich mich an der Formung von Stutenkerlen, Martinsbrezeln und Martinsgänsen... - wobei die Gänse mehr wie Enten aussehen :-)))
Aber lecker sind die trotz des kurzen Halses, sag ich euch!


Den Teig habe ich nach einem Bäckerrezept hergestellt, bei dem ungewöhnlicher Weise Wasser statt Milch als Flüssigkeit verwandt wird. Das kannte ich bisher nur von herzhaften Hefeteigen...
Ungewöhnlich ist auch die dort angegebene Wassermenge von 310 ml auf 500 gr. Mehl... - viel zu viel für mich!

Auch nach der Reduzierung auf 270 ml ist der Teig noch sehr weich, wer damit nicht klar kommt, kann etwas mehr Mehl unterkneten.


Hefeteig für Stutenkerle, Martinsbrezeln und Martinsenten ;-)

500 gr. Mehl
1 Würfel Hefe (bei kalter Führung/Gehen
über Nacht im Kühlschrank nur 1/2 Würfel)
80 gr. Zucker
50 gr. weiche Butter
1 Ei Gr. L
1 gestrichenen TL Salz
2 TL Vanillezucker
1 TL gemahlene Zitronenschale
270 ml Wasser

Korinthen und Hagelzucker

Das Mehl und alle anderen Zutaten in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben, zum Schluß das Wasser dazu schütten. Mit dem Knethaken erst langsam alles verrühren und anschließend auf einer zügigeren Stufe ca. 10-15 min. kneten lassen, bis ein glatter Teig entstanden ist.
Falls am gleichen Tag gebacken werden soll, muss der Teig jetzt an einem warmen Ort ungefähr eine Stunde gehen, bis er deutlich an Volumen zugenommen hat. Anschließend nochmal durchkneten (evtl. die Hände etwas bemehlen), die gewünschten Figuren formen und nochmal gehen lassen. Kurz vor dem Backen die Stutenkerle mit Dosenmilch einpinseln und mit den Korinthen verzieren, die Martinsbrezeln und Martinsgänse mit Wasser besprühen und mit Hagelzucker bestreuen.
Im auf 190° vorgeheizten Backofen auf mit Backpapier ausgelegten Blechen ca. 13 - 15 min. backen, die Oberfläche sollte hellbraun sein.
Ich habe den Teig abends hergestellt, mit bemehlten Händen sofort geformt und auf zwei Backblechen im Kühlschrank über Nacht gehen lassen. Morgens habe ich die Bleche dann aus dem Kühlschrank geholt und 45 min. auf Zimmertemperatur kommen lassen, dann nacheinander in den vorgeheizten Backofen geschoben und abgebacken.


Die Stutenkerle haben wir morgens sofort zum Frühstück gegessen, als erstes musste der Kopf dran glauben :-)





Die mit Hagelzucker bestreuten Brezeln und Gänse haben wir nachmittags probiert, wir brauchten noch nicht mal Kaffee oder Tee dazu, so lecker sind die!

Rabu, 02 November 2011

Richtig schön lila....


...wollte die Braut Jennifer die Rosen und das Stempelmuster auf dieser Torte haben. Und obwohl ich nicht sooo ein Lila-Fan bin, gefällt mir die Torte richtig gut - besser sogar als die Urversion der Torte in Orange-Braun vom Juli 2010.

Die gesamte Dekoration ist wieder handgemacht aus Blütenpaste und quasi essbar... - bis auf die innenliegenden Drähte in den Zuckerrosen und in den Monogrammen natürlich ;-)


Hochzeitstorte mit lila RosenDie Grundfarbe der Torte sollte auch wieder ein Beige-Ton sein und dieses Mal habe ich es mir leicht gemacht und mit Americolor-Gelfarbe Ivory gefärbt.

Bei der orange-braunen Torte vom Juli 2010 hatte ich den Ton in vielen Stufen von Hand durch Mischen von verschiedenen Farben gefärbt, aber mit der passenden Gelfarbe gehts natürlich viel schneller!


Hochzeitstorte mit lila Randdekor und RosenZusätzlich zu den Monogrammen wünschte sich die Braut Jennifer noch Perlen, die habe ich immer noch reichlich in meiner Restekiste...


Hochzeitstorte lila beigeBesonders gut gefällt mir dieses Bild: Lila pur ;-)


Hochzeitstorte lila Rosen MonogrammWie frisch vom Strauch wirken diese Rose und die Blätter nach dem Abpudern mit Puderfarbe...
Durch das Abpudern bekommen Zuckerblüten immer den richtigen Kick!
Allerdings kann man durch zuviel Abpudern eine Blüte auch verhunzen, also vorher immer schön üben - meine ersten haben auch nicht so ausgesehen ;-)

Welche Version der Torte gefällt euch denn besser: Die vom letzten Jahr oder diese hier?

Jumat, 28 Oktober 2011

Fröhliche Pilze: Herbstliche Motivtorte mit Schokoladenfondant


Besonders gerne mache ich Motivtorten für meine Tortenkurse: Dann bin ich völlig frei in der Motivwahl und kann machen, was ich will :-)

Oft überlege ich mir Themen, die zur jeweiligen Jahreszeit passen: Ein Schneemann oder ein Schneeglöckchen im Winter oder zu Ostern ein Osterhuhn.




Für diese Torte für den morgigen Tortenkurs standen eine Vogelscheuche oder diese Pilze zur Wahl, wobei die Pilze aus weniger Einzelteilen bestehen und deshalb von mir umgesetzt wurden ;-)
Unter dem Schokoladenfondant ist ein Schokoladen-Eierlikörkuchen (50 gr. Mehl durch Kakao ersetzt + 2 TL Instant-Espresso), gefüllt mit Himbeer-Käse-Sahne (750 gr. Himbeeren, 200 gr. Magerquark, 400 gr. Sahne).













Die Eicheln, die Beeren und die bunten Blätter habe ich so wie den Aufleger schon Tage vorher aus Modellierfondant gemacht. Festgeklebt habe ich die Kleinteile dann allerdings mit Royal Icing, weil die harten, runden Eicheln und kleinen Beeren geklebt mit Zuckerkleber nur schlecht auf den ebenfalls harten Herbstblättern halten. Wenn etwas davon noch frisch wäre, hält Zuckerkleber prima!
Eine Anleitung für solche Aufleger aus Fondant findet ihr übrigens in diesem Artikel: Ja, ist denn schon Valentinstag...?


Der Schokoladenfondant war allerdings ziemlich weich und seeehr elastisch. Am Rand bildeten sich durch das Hin- und Herreiben mit den Glättern deswegen feine Fältchen :-(
Beim Glätten habe ich immer wieder etwas Stärke auf die Oberfläche gestäubt, damit der Fondant nicht an den Glättern festklebte...
Am Rezept für den Fondant muss ich also noch etwas rumtüfteln, bis es empfehlenswert ist - geschmacklich ist der Schokoladenfondant super!



Die Vorlage für das Pilzmotiv findet ihr übrigens dort:
http://www.familie.de/fileadmin/content/5_Freizeit/5.4_Spielen-Basteln/09_08/herbst-fensterbild-vorlage.pdf

Jumat, 21 Oktober 2011

Ja, ist denn schon Weihnachten...? - Teil 1

Nee, natürlich nicht ;-)
Aber weil mir jedes Jahr im Oktober bei Chefkoch ein Rezept für Lebkuchenteig, der schon so früh angesetzt werden soll, auffällt, gehts bei mir jetzt auch schon mit Lebkuchen los...
Andere schöne Ideen für Weihnachten stelle ich vielleicht auch noch in der nächsten Zeit vor, dann habt ihr noch genug Spielraum zum Selbermachen!

Bei Chefkoch erfreut sich das Rezept "Omas Lebkuchenteig" der Userin lone_bohne grosser Beliebheit und dieses Jahr habe ich es doch tatsächlich geschafft, den Teig wie im Rezept beschrieben vorzubereiten :-)
Hat jemand von euch nach diesem Rezept schon mal gebacken?
Edit 5.12.2011
Geschmacklich hat mich das Rezept nicht überzeugt, außerdem werden diese Lebkuchen nach dem Abkühlen sehr hart und wurden erst nach einigen Tagen in der Keksdose - zusammen mit einigen Apfelschnitzen - wieder weich...
Gebacken habe ich nur die Hälfte des Teiges, die andere Hälfte habe ich weggeschmissen :-(


Und da ich schon mal beim Lebkuchenteig-Rühren war, habe ich sofort noch ein Rezept ausprobiert und nach einer einwöchigen Ruhezeit gebacken!
Genau so schmecken die Lebkuchen auf der Kirmes - unbedingt empfehlenswert!!!

Das erste Blech ist mir einen Tick zu dunkel geworden, obwohl ich die Backtemperatur gegenüber dem Ursprungsrezept schon reduziert hatte. Die Lebkuchen vom zweiten Blech wurden dann optimal :-)
Innen sind die Lebkuchen direkt nach dem Backen brotartig weich und außen fest, aber nicht hart. Nach dem Verzieren mit Royal Icing hatte ich die Lebkuchen über Nacht offen liegend trocknen lassen, danach verpackte ich sie in Frischhaltebeutel. Nach einem weiteren Tag waren sie dann insgesamt weich und genau richtig!

Links ist der Teig von den bereits gebackenen Lebkuchen, rechts der Teig von lone_bohne, der noch bis zum Advent ruhen soll...












Ausgerollt hatte ich den Lebkuchenteig ungefähr 1 cm dick, beim Backen ging er schön nach oben auf und behielt die Form. Nach diesem Rezept werde ich in der Adventszeit bestimmt öfter backen, die verzierten Lebkuchen eignen sich wunderbar zum Verschenken!
An meiner Spritztechnik muss ich allerdings noch arbeiten: Icingspritzen ist so gar nicht meins! Vielleicht sollte ich doch mal einen Kurs belegen....?

Lebkuchen wie von der Kirmes

2 gr. Pottasche
4 gr. Hirschhornsalz
2 EL kaltes Wasser

150 gr. Zuckerrübensirup
150 gr. Honig
25 gr. Butterschmalz
60 50 ml Wasser
200 gr. Weizenmehl
150 gr. Roggenmehl (ich hatte dunkles Roggenmehl aus dem Supermarkt)
2 TL Lebkuchengewürz
1/4 TL Salz

1 Eiweiß
250 gr. Puderzucker
einige Tropfen Zitronensaft

In 2 kleinen Gläschen jeweils 1 EL Wasser geben und die Pottasche und das Hirschhornsalz darin getrennt voneinander auflösen. Das Hirschhornsalz riecht sehr stark nach Ammoniak, dieser Geruch verfliegt aber beim Backen!
Zuckerrübensirup, Honig, Butterschmalz und Wasser in einem Topf leicht erwärmen und verrühren, bis eine homogene Mischung entstanden ist. Topf von der Platte nehmen und abkühlen lassen. Die Mehle, das Gewürz und das Salz in eine Rührschüssel geben, in der Mitte eine kleine Kuhle machen und die abgekühlte Sirupmischung reinschütten. Mit den Knethaken verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist.
Die aufgelöste Pottasche dazugeben und gründlich unterrühren, danach das aufgelöste Hirschhornsalz einarbeiten.
Den sehr weichen Teig aus der Schüssel in einen Gefrierbeutel füllen und ca. 1 Woche (eine Nacht reicht auch...) im kühlen Keller ruhen lassen, der Teig wird jetzt fester.
Der Gefrierbeutel sollte nicht verschlossen, sondern nur flachgedrückt werden, damit der Teig atmen kann.
Nach der Ruhezeit den Teig auf Zimmertemperatur kommen lassen und auf einer leicht bemehlten Unterlage ca. 1 cm dick ausrollen. Ich brauchte nur wenig Mehl zum von oben bestäuben, der Teig klebte kaum...
Beim Ausrollen hat sich übrigens mein kleiner Ausrollstab als wunderbar praktisch erwiesen :-)
Motive nach Wunsch ausstechen, von hinten mit einer Gabel mehrmals einstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei ca. 175° ungefähr 17 min. backen - darauf achten, dass die Lebkuchen nicht zu dunkel werden...
Wenn dünner ausgerollt wird, weil die Teile kleiner sind, nur 14-15 min. backen!
Da jeder Ofen anders backt, kann es sein, dass ihr etwas länger - oder kürzer - backen müsst ;-)

Direkt nach dem Backen hatte ich die Lebkuchen mit kaltem Wasser besprüht, dadurch glänzt die Oberfläche etwas. Die Lebkuchen dann auf ein Backrost legen und auskühlen lassen.
Das Eiweiß, einige Tropfen Zitronensaft und den Puderzucker mit den Knethaken eines Rührgeräts (ja, ihr lest richtg...) in einer schmalen Rührschüssel ungefähr 3 min. zu einem spritzfähigen Zuckerguß kräftig verrühren, in eine Spritztüte füllen und die Lebkuchen nach Wunsch dekorieren. Ich finde, wenn man zum Royal Icing anrühren die Knethaken und nicht die Rührbesen nimmt, arbeitet man viel weniger Luft in das Icing und hat beim Spritzen keine Löcherchen drin...
Eine ganz besonders niedliche Idee für Lebkuchenhäuschen als Tassenkekse findet ihr übrigens im Artikel Knusperhäuschen mal anders...



PS: Weitere Plätzchenrezepte für Weihnachten findet ihr dort:

Senin, 17 Oktober 2011

Meine Tortenshow-Torte: Spitzen, Perlen und Riesenschleife - alles aus Zucker!


Endlich kann ich euch Bilder dieser Torte zeigen :-)
Wie ja schon in anderen Artikeln erwähnt, habe ich diese Torte bereits im Juli für die Tortenshow, die ja vom 15. - 16. Oktober stattfand, angefertigt.
Seitdem stand sie im Schrank...
Und obwohl ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, gab's doch eine Auszeichnung: Die Torte hat eine bronzene Schleife bekommen - ich freue mich riesig darüber!!!


Für die Spitzenelemente und für die Perlenschnüre hatte ich mir Moulds aus Knetsilikon gemacht und in diese Formen dann den Fondant gedrückt. Trotzdem habe ich an den Perlen eine gefühlte Ewigkeit gesessen: erst das Formen aus Modellierfondant, dann das Aufkleben...















Besonders stolz bin ich aber auf die Schleife aus Zucker!
So eine tolle habe ich vorher aus Blütenpaste noch nie hinbekommen und die Schleife wird auch die ganzen Fehler, die diese Torte in den Augen der Juroren hatte, ausgebügelt haben, denke ich...

Speziell die zweite und die oberste Etage sind nämlich für eine Wettbewerbstorte nicht ordentlich genug: Die Bogen-Segmente der 2. Etage sind nicht ganz gleichmäßig und die Perlenschnüre der oberen Etage sind unterschiedlich dick - sowas geht eigentlich gar nicht ;-)
Aber die Schleife...!!!
Die Bewertungen entstehen übrigens ähnlich wie eine Schulnote: Es gibt für Technik, Sauberkeit der Ausführung, Kreativität etc. Punkte, abschließend werden alle Punkte zusammengezählt und das Endergebnis reicht dann zu einer Auszeichnung... - oder auch nicht!

Mit der Auszeichnung für diese Torte bin ich mehr als zufrieden - vor allem, wenn ich überlege, wie aufwändig und kompliziert viele andere der gezeigten Wettbewerbstorten waren!
Da bin ich mit meiner bronzenen Rosette - die sieht so ein bisschen aus wie die Auszeichnungen, die Pferde immer an's Halfter gepinnt bekommen :-))) - sehr gut bedient worden!


In diesem Artikel habe ich euch ja bereits Bilder von anderen Torten gezeigt, die auf der Tortenshow zu sehen waren...

PS: Eine Anleitung für das Herstellen von Silikonmoulds gibt es übrigens auch hier auf dem Blog Silikonmoulds selbermachen
 
Copyright (c) 2010 cici. Design by WPThemes Expert

Themes By Buy My Themes And Web Hosting Reviews.